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Wir
stellen den Menschen in Berlin Solarkocher vor und informieren
über die Umweltprobleme und deren Zusammenhang mit den Energien
die wir nutzen.
Wir
verbrennen weltweit viel zu viel Kohle, Erdöl und Erdgas; es ist
mittlerweile unbestritten dass die enormen Emissionen die entstehen,
die globale Erwärmung beschleunigen und weite Teile unserer Erde
zerstören.
Abgesehen
davon, dass uns aufgrund der gigantischen CO2-Emissionen aus den
Kohle- und Erdgas-Kraftwerken, aus so vielen und immer noch viel
mehr Benzin- oder Dieselbetriebenen Autos, Lastwagen, Traktoren,
Baumaschinen, Panzern, Flugzeugen..., aber auch aus Motorrädern
- insbesondere mit Zweitaktmotoren z.B. in Motorrollern, ein
riesiges Klimadesaster droht, riskieren wir auch anderweitig den
Tod durch die Versorgung mit fossilen Energien: Bis zu 15000 Menschen
sterben allein in Deutschland jedes Jahr durch Diesel-Ruß-Partikel, Zehntausende Tote weltweit durch
Gasexplosionen, in Uranminen, in Konflikten und Kriegen um Erdöl,
Erdgas und andere Ressourcen.
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Windrad und Biomasse (Raps), Baden-Württemberg
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Was
die Atomenergie betrifft, sollte verstärkt und nur noch darüber
diskutiert werden, wie man weltweit die vorhandenen Atomkraftwerke
(AKWs) so schnell wie möglich abbaut und durch Erneuerbare Energien
ersetzt. Insbesondere scheint die wichtigste Frage die es zu klären gilt, wie die Atomkraftwerke und Atom-U-Boote sowie der gesamte bisher produzierte Atommüll möglichst
umweltschonend entsorgt, Materialien wieder verwendet oder - schlechtestenfalls
- gelagert werden.
Was
die Klimaveränderungen betrifft, gibt es leider immer noch
Menschen die behaupten, ein Temperaturanstieg von wenigen Grad
Celsius hätte keinen negativen Einfluss auf das Leben auf
der Erde. Schlimmer
noch sagen andere, ein Temperaturanstieg von 2 bis 3 Grad Celsius
wäre sogar gut, z.B. für ein kaltes Land wie Russland...
Doch
was passiert wenn wir Menschen anstatt der gewöhnlichen 37
Grad Körpertemperatur plötzlich 39 Grad haben - ein
Temperaturanstieg von nur (!) 2 Grad? Und was wenn unsere Körpertemperatur
auf 41 Grad ansteigt? Verbrennen wir die Zukunft unserer Kinder?
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Atomkraftwerk
Ohu nähe Landshut, Bayern
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Es
gibt längst Alternativen und wir wollen genau über diese Alternativen
informieren. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten die man hat
um sich vom Energie-Wahnsinn zu befreien.
Man
kann einen Stromanbieter wählen der Ökostrom produziert. Der Wechsel
ist einfach, die Preise für den Strom aus Erneuerbaren Energiequellen
(Sonne, Biomasse, Wasserkraft, Windkraft, Geothermie) oder aus
Kraft-Wärme-Kopplung sind oft nicht (viel) höher als für Atom-,
Kohle- oder Erdgasstrom.
Zusätzlich entlastet man die Umwelt und das eigene Portemonnaie
wenn man darauf achtet, keine Energie zu verschwenden und energieeffiziente
Lampen und Haushaltsgeräte zu nutzen. Wer ein eigenes Heim hat,
sollte es gut isolieren und die Heizungsanlage erneuern bzw. mit
Solarkollektoren erweitern. Solarkollektoren kombiniert mit Biomasse-Heizanlagen
sind eine sinnvolle Alternative zur Öl- oder Gasheizung. Extreme,
unkalkulier- und unkontrollierbare Preissteigerungen sind - im
Gegensatz zu Öl oder Gas - für Holzpellets, Hackschnitzel oder
Pflanzenöl nicht zu erwarten.
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Solarstrom-
(Photovolataik-) Anlagen in Fürth, Bayern
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So
machen wir uns unabhängig von den weiter steigenden Preisen für
Gas und Öl, vermeiden CO2-Emissionen und schaffen Arbeitsplätze
in Deutschland - Deutschland ist, nicht zuletzt dank der Rot-Grünen
Bundesregierung, eines der weltweit führenden Länder
in der Entwicklung, Produktion und Nutzung moderner Energie- und
Umwelttechnologie. Wer Erneuerbare Energien nutzt, profitiert
von staatlich unterstützten Förderprogrammen. Im Idealfall amortisiert sich die Investition in umweltschonende Technik. Für eine Volkswirtschaft, für eine Gesellschaft, für eine Natur und eine Welt hat sie unbezahlbaren Wert...
Ein
andere Möglichkeit, die Sonnenwärmestrahlen zu nutzen, bietet
ein Solarkocher. Wir wollen anhand eines Solarkochers demonstrieren,
wie einfach es ist Sonnenenergie in nutzbare Wärmeenergie umzuwandeln.
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Parabolspiegel-Solarkocher
SK 14 Komfort, Alu,von EG-Solar e.V. Fotos: Penninger
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Ein
Parabolspiegel-Solarkocher SK 14 hat einen Durchmesser von 1,40
Meter und reflektiert nahezu die gesamte Sonnenstrahlung, die
auf die Spiegelfläche (1,54qm) trifft, in das Zentrum des
Parabolspiegels, wo ein schwarzer Kochtopf (12 Liter, 28 cm Durchmesser)
die Wärmestrahlen absorbiert. Unmittelbar unterhalb des Topfes,
im Brennbereich, herrschen Temperaturen von ca. 200 Grad Celsius.
Dementsprechend
vielfältig kann man den Solarkocher nutzen: man kann damit
Kochen, Grillen, Backen und Frittieren; Säfte und Marmelade
machen, Kerzenwachs schmelzen und vieles mehr. Bei wolkenlosem
Himmel braucht der Solarkocher kaum mehr Zeit als der Elektro-
oder Gasherd in der Küche.
Der
Solarkocher funktioniert an sonnigen Tagen auch in Berlin sehr
gut. Im Idealfall ist der Himmel völlig wolkenlos, der Solarkocher
bekommt dann direkte Sonneneinstrahlung. Entscheidend ist nicht
die Außentemperatur.
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Entwickelt
wurde der Solarkocher von Dr.-Ing. Dieter Seiffert für die südlichen
Länder. In vielen Ländern scheint die Sonne an bis zu 300 Tagen und mehr
im Jahr; Brennmaterial dagegen ist rar oder teuer.
So
werden in vielen südlichen Ländern Bäume gefällt, ganze Wälder
gerodet, um mit dem Brennholz Essen kochen zu können. Solarkocher-Baukurs-Teilnehmer
aus afrikanischen Ländern erzählen dass sie die 15 km von ihrem
Dorf zur Schule in der Stadt durch den Wald gelaufen sind. Heute
marschieren die Kinder durch die pralle Sonne. Die Überschwemmungen in Haiti, die vielen Toten und Kranken durch zuerst zu viel Wasser das unheimlich schnell über die Dörfer und Städte hereinbrach, dann durch zu viel verschmutztes, zu wenig trinkbares Wasser; diese Tragödie in Haiti ist das derzeit dramatischste Beispiel dafür, wie es aussieht, wenn keine Bäume mehr sich den Fluten entgegenstellen und das Wasser aufnehmen können. Haiti war zur Zeit seiner Entdeckung vor 500 Jahren nahezu völlig mit Wald bedeckt - auf mehr als 90 % der Landesfläche waren Bäume. Heute sind es noch ca. 3 %
Die
Folgen sind dramatisch: Auf dem unfruchtbar gewordenen Boden wächst
nichts mehr, die Stabilität geht verloren, Überschwemmungen und
Erdrutsche breiten sich dank fehlender Bäume ungehindert aus.
Die Bewohner verlieren mit dem Boden ihre Lebensgrundlage. Oft flüchten sie in die Städte, finden sich in die Slums wieder. Bleiben dagegen die Bäume stehen, erhalten sie Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen, spenden Schatten, nehmen weiterhin CO2 auf und produzieren lebenswichtigen Sauerstoff!
Wir
möchten möglichst viele Berliner Bürger die aus südlichen Ländern
kommen, dafür gewinnen, Solarkocher auch in ihren Ländern bekannt
zu machen. Wird jede zweite Mahlzeit anstatt mit Brennholz mit
einem Solarkocher zubereitet, wird der Ausstoß von ca. 3 Tonnen
CO2 pro Jahr vermieden! Die Frauen und Kinder sind geschützt vor
offenem Feuer und Rauch. Der Solarkocher braucht kein Brennmaterial und verursacht keine schädlichen Emissionen, keinen störenden gesundheitsschädigenden
Rauch und - was für den Nutzer oftmals noch wichtiger ist: Keine weiteren Kosten für die Energie!
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